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Digitale Souveränität statt Digitaler Demenz


Einen krasseren Gegensatz kann man sich kaum vorstellen: Wettert Prof. Spitzer (siehe mein letzter Beitrag) noch gegen die Verdummung der Kinder durch die Digitalisierung, so fordert der Aktionsrat Bildung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) den kompetenten Umgang mit Medien als unverzichtbare Schlüsselqualifikation oder, wie die Welt titelt die "Durchdigitalisierung von Deutschlands Kindern". Welch ein Wort! Digitale Souveränität ist der bessere Begriff. Er bedeutet,
dass jeder Einzelne befähigt sein soll, digitale Medien selbstbestimmt und unter eigener Kontrolle zu nutzen und sich an die ständig wechselnden Anforderungen in einer digitalisierten Welt anzupassen. 

Der Aktionsrat untersucht den erreichten Stand digitaler Bildung von der Frühen Bildung bis zur Hochschule und der Weiterbildung und spricht Empfehlungen aus, wie das übergreifende Ziel digitaler Souveränität eines jeden Einzelnen zu erreichen ist. Dabei wird deutlich, dass digitale Bildung neben informationstechnischer Grundbildung auch Kompetenzen für den selbstbestimmten und reflexiven Umgang mit digitalen Medien beinhalten muss.

Das Gutachten des Aktionsrats wurde jetzt in München vorgestellt und ist frei verfügbar. Dies sind die grundlegenden Forderungen:
  • Flächendeckende Bereitstellung einer grundlegenden technischen Ausstat­tung und Infrastruktur mit dem Ziel der qualitativen Verbesserung und Effek­tivierung von Lehr- / Lernprozessen,
  • Überprüfung der Lehrinhalte und systematischere Erarbeitung und Veran­kerung digitaler Lehr- / Lernkonzepte,
  • Flächendeckende und systematische Aus- und Weiterbildung des Perso­nals in Bildungseinrichtungen,
  • Förderung der wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung in allen Bereichen der Digitalisierung von Bildungseinrichtungen.

Digitale Souveränität ist auch in der Politik angekommen: siehe bitcom und SPD-Papier.

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