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Chinesisch ist eine kleine Sprache

Ca. 1,5 Milliarden Menschen sprechen Chinesisch, viele von ihnen lernen Englisch. Von den in Deutschland studierenden Ausländern kommen 40.000 aus China. In Deutschland hingegen lernen nur 5.000 Schüler Chinesisch, eine Zahl, die seit 2012 stagniert. Chinesisch gilt daher als "kleine" Sprache, im Gegensatz zu den "großen" Sprachen Englisch und Französisch. Diesem Problem nimmt sich Georg Blume bei Spiegel ONLINE an.

Der Fachverband Chinesisch macht die deutsche Bildungspolitik verantwortlich: "Das Problem besteht in erster Linie im föderalen System Deutschlands, wo jedes Bundesland eigene Rahmenpläne und Ausbildungsstrukturen entwickeln muss", sagt Andreas Guder, der Vorsitzende des Vereins. Er selbst treffe in den zuständigen Landesbehörden selten Personen, die bereit seien, sich auf das Schulfach Chinesisch einzulassen, stattdessen gebe es "in vielen Bundesländern große Berührungsängste auf der administrativen Seite", so Guder, der an …
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Als Mann in einer Kita arbeiten

In bildungsklick.deschildert der Leiter einer Kita, welchen Vorurteilen er täglich ausgesetzt ist. Da muss mann schon ein dickes Fell haben. Voraussetzungen sind u.a.: eine gute Kommunikation, Absprache und Vertrauensbasis innerhalb der Gruppe und des Kollegiums sowie eine qualitative Elternarbeit.

Am Ende des Beitrags sagt er: "Dem Mann als Erzieher in einer Kita eilt mancherorts noch immer der Ruf voraus, sich Kindern nähern zu wollen, um finstere Wünsche zu befriedigen. Glücklicherweise mehrt sich jedoch die Zahl derer, die im 21. Jahrhundert angekommen sind und die Anwesenheit von Männern in Kitas sehr begrüßen. Ich wünsche mir jedoch, dass Männer in Kitas nicht nur einen notwendigen Akzent setzen, sondern eines Tages Normalität sind."

Bis dorthin aber beschreibt er plastisch alle möglichen Vorurteile. Sehr lesens- und überlegenswert!

Bildung hat im Bundeshaushalt keine Priorität

Unter diesemTitel veröffentlicht das Handelsblatt Daten einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutsche Wirtschaft Köln. "Den immensen Haushaltsspielraum der vergangenen fünf Jahre hat die Politik demnach vor allem dafür genutzt, die Ausgaben für Verteidigung, Verkehr, innere Sicherheit sowie Entwicklungshilfe zu erhöhen. „Für Forschung und Bildung wurden die zusätzlichen Ausgaben dagegen kaum verwendet“, schreibt IW-Forscher Tobias Hentze in der Studie.
Hentzes Analyse zeigt, in welch goldenem finanziellem Zeitalter sich Deutschland befindet. Der Bund allein konnte in den vergangenen fünf Jahren unglaubliche 91 Milliarden Euro mehr ausgeben als ursprünglich geplant."

"Die dadurch vorhandenen Milliarden gab die große Koalition kräftig aus. Gegenüber der ursprünglichen Haushaltsplanung stiegen die Ausgaben für Verteidigung zwischen 2013 und 2018 um 9,1 Milliarden Euro, für Verkehr gab’s 6,1 Milliarden Euro mehr, für innere Sicherheit 5,9 Milliarden, fü…

Weichmacher machen vielleicht auch dumm

In meinem Blog kindergesundheit hatte ich schon im Mai 2017 über potentielle Schäden durch Stoffe berichtet, die Plastik weich machen, z.B. Plastikfolien. Jetzt wurde erstmals eine Studie an Ratten veröffentlicht, die Auswirkungen auf das Gehirn von Rattenbabys und auf die geistige Entwicklung beschreibt. Sie zeigt einen Mangel an Hirnnervenzellen (Neurone) und Synapsen im sog. präfrontalen Kortex. In diesem Teil des Stirnhirns werden wichtige kognitive Funktionen verarbeitet, u.a. Gedächtnis, Entscheidungsfindung, Irrtumerkennung, Konfliktlösung und kognitive Flexibilität. Erwachsene Mäuse, die während der Schwangerschaft Phthalat ausesetzt waren, zeigten tatsächlich Defizite in diesen Funktionen.

Rückgang der Bildungsqualität

Erstmals deutlicher Rückgang der Bildungsqualität in fast allen Bundesländern. So betitelt bildungsklick einen Beitrag zu den Ergebnissen des INSM-Bildungsmonitor 2018. "Vor allem in den Handlungsfeldern Schulqualität, Integration und Verminderung von Bildungsarmut verschlechterten sich die Ergebnisse deutlich." 
"So schneiden in Deutsch und Mathematik Viertklässler aktuell schlechter ab als in den Vorjahren. Die Schulabbrecherquote ist vor allem aufgrund der Flüchtlingsmigration wieder größer geworden. Unter ausländischen Jugendlichen stieg der Anteil von Abgängern ohne Abschluss von 11,8 Prozent im Jahr 2015 auf 14,2 Prozent im Jahr 2016. Fazit: Die Herausforderungen der Integration erfordern neue und verstärkte Anstrengungen im Bildungsbereich, andernfalls droht ein Rückgang der Teilhabechancen."

Handyverbot in Frankreich, neue Begründung aus USA

Das französische Parlament hat ein Verbot von Handys in Schulen beschlossen, berichtet ZEIT Online. Es verbietet grundsätzlich, Mobiltelefone in allen Vor- und Grundschulen sowie in der Sekundarstufe I zu benutzen. Es betrifft Kinder und Schüler im Alter von drei bis 15 Jahren. Gymnasien haben die Möglichkeit, ebenfalls ein Handyverbot einzuführen.

Verfechter des neuen Gesetzes argumentierten laut tagesschau unter anderem, die Handynutzung störe die Aufmerksamkeit im Unterricht und das Schulkklima und reduziere die körperliche Betätigung auf den Schulhöfen. Kritiker des Verbots erklärten dagegen, die bisherige Regelung sei ausreichend gewesen. Sie warnten zudem vor "logistischen Problemen und den Kosten" für die Aufbewahrung der Handys. Knapp neun von zehn französischen Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren besitzen nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP ein Smartphone.
Das dürfte die Debatte in Deutschland befeuern. Wie bestellt passt dazu ein Bericht von Inside High…

Bildung braucht digitale Kompetenz

Unter diesem Titel tragen das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und der Didacta Verband der Bildungswirtschaft ein gemeinsamens Projekt. Vier Schriften zu diesem Thema können nun bei frühe bildung online kostenlos heruntergeladen werden. Es stehen damit umfangreiche, fundierte Informationen zur Verfügung. Sehr empfehlenswerte Lektüre!

Band 1: Der Einsatz neuer Technologien in der frühen Bildung – Herausforderungen und Perspektiven (Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis und Waltraut Walbiner)Band 2: Die digitale Transformation der Gesellschaft (Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis und Waltraut Walbiner)Band 3: Digitale Technik und interaktive Medien als Ressourcen in frühkindlichen Bildungseinrichtungen (National Association of the Education of Young Children (NAEYC) und Fred Rogers Center)Band 4: Orientierungshilfen für Kinder zum sicheren Umgang mit dem Internet (International Telecommunication Union, ITU)   Hier der Link zum kostenfreien Download: www.didacta-di…