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Posts

Es werden Posts vom 2019 angezeigt.

Newsletter Kindermedienland

Zum Thema Medien und Kinder empfehle ich den Newsletter von Kindermedienland Baden-Württemberg: www.kindermedienland-bw.de
In der Ausgabe vom Juli: Was Eltern über Cybermobbing wissen sollten

Und:
Broschüre über die medialen Lebenswelten von Kindergartenkindern: ab 15. Juli 2019 versandbereit
Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg hat eine Broschüre zur Medienerziehung zusammengestellt, die die wichtigsten Kindermedien aufgreift, sie einordnet und Tipps und Anregungen für die pädagogische Praxis in Kita und Elternhaus gibt. Erzieher/innen und Eltern bekommen damit eine Orientierungshilfe an die Hand, mit der sie einen Überblick über die Medienwelten der Kinder bekommen. Die Printversion der Broschüre kann über unseren Warenkorb bestellt werden und ist ab 15. Juli 2019 versandbereit.

Gene verändern sich durch Armut

Dass Armut den Bildungsstand beeinflusst und krank machen kann, ist schon lange bekannt. Kinder aus armen Familien haben schlechtere Schulabschlüsse, haben häufiger Übergewicht, Diabetes, Kreislauferkrankungen und Imunschwächen als Kinder aus einkommensstärkeren Familien. Dazu kommen seelische Erkrankungen öfter vor: Depression, Angst, Aufmerksamkeitsstörungen. Wie kommt es nun, dass die Armut und die damit verbundenen Folgen so häufig von Generation zu Generation weitergegeben werden? Ist das nur der Teufelskreis der Sozialisation? Die Ahnung,dass dabei auch die Genetik eine Rolle spielen könnte, bewegte Thomas McDade und Mitarbeiter von der Northwestern University nördlich von Chicago.

Bilingualer Unterricht macht nicht nur die Englischleistungen besser sondern auch Mathe und Deutsch

Seit vier Jahren nehmen mehr als 900 Schüler an insgesamt 21 Schulen in Bayern an einem Modellversuch zum bilingualen Unterricht teil. Der Unterricht findet ab der ersten Klasse in allen Fächern mal auf Deutsch, mal auf Englisch statt - je nachdem, wie es zum Themengebiet passt. Erklärungen und Übersetzungen sind nicht vorgesehen. "Bilingualer Unterricht ist für die Kinder ein eindeutiges kognitives Plus", sagte Studienautor Heiner Böttger, Professor für Didaktik der englischen Sprache und Literatur, dem SPIEGEL.

Spiegelneurone spiegeln Empathie

Seit der italienische Forscher Rizzolatti 1992-1995 die Spiegelneurone "entdeckt" hat, sind solche Hirnzellen zum Gegenstand zahlreicher Untersuchungen geworden. Er fand, dass Makaken-Affen Zellen in ihrer motorischen Hirnrinde aktivieren, wenn sie anderen Affen bei einer interessanten Tätigkeit zuschauen, z.B. wie andere Affen eine Banane erwischen. Dann feuern sie mit den Neuronen, die ein Verhalten spiegeln, in diesem Fall mit den Neuronen der Bewegungsplanung und der Handmotorik.

Inzwischen ist bewiesen, dass Neurone des Stirnhirns Gefühle spiegeln, die wir bei anderen Menschen sehen. Jetzt wird wahrscheinlich, dass zumindest auch Einfühlungsvermögen gespiegelt werden kann.

Baby und Mutter synchronisieren ihre Hirnaktivität

"Mit Mama im neuronalen Gleichtakt" titelt wissenschaft.de einen Bericht über synchronisierte Lernaktivität zwischen Mutter und Baby. Ein Neugeborenes lernt von Beginn an, seinen Bezugspersonen alles abzuschauen. Daraus entsteht sein Bewusstsein, seine Bindung, seine emotionale und geistige Entwicklung. Wie wichtig die Beziehung zwischen Mutter und Baby für das soziale Lernen ist, haben Neurowissenschaftler um Victoria Leong von der University of Cambridge nun genauer untersucht. Sie wollten wissen: Welchen Einfluss hat die emotionale Reaktion der Mutter auf ein Spielzeug auf das Spielverhalten ihres Kindes? Leong und ihre Kollegen interessierte dabei vor allem, ob die Gehirnaktivität von Mutter und Kind Prognosen über das Verhalten des Babys erlaubte. Denn bekannt ist: Wenn sich Menschen zum Beispiel miteinander unterhalten, synchronisieren sich ihre Hirnwellen. Je besser der verbale Austausch funktioniert, desto größer ist dieser Effekt.
Und tatsächlich: Babys, de…

Wie entsteht Bewusstsein?

Bewusstsein: Eine wunderbare Illusion des Gehirns. Aus der Sicht eines Psychiaters und Neurologen entsteht Bewusstsein als Gehirn-generierte und gespiegelte Illusion der Realität. Robert Berezin formuliert seine Ansichten auf seiner Homepage: sehr lesenswert!

Integration von Geflüchteten an deutschen Hochschulen

Zahl der neu immatrikulierten Geflüchteten steigt weiter deutlich an. Unter dieser Überschrift fasst bildungsklick die Zahlen der Hochschulrektorenkonferenz bei ihrer Befragung ihrer Mitgliedshochschulen im Wintersemester 2018/2019 zusammen. Die akademische Integration von Geflüchteten an deutschen Hochschulen entwickelt sich weiterhin positiv. Zunehmend gelingt der Schritt aus der Orientierungs- und Vorbereitungsphase in den fachlichen Studienbetrieb.

Kinderarmut? Wohin geht das Geld?

 "Vorurteile ausräumen und Kinderarmut überwinden" ist die Überschrift einer sechsseitigen Publikation der Bertelsmann Stiftung. "Wer mehr Geld für Familien fordert, dem wird oft entgegen gehalten, dass dies gar nicht bei den Kindern ankommt, sondern von den Eltern „zweckentfremdet“ wird. Eine aktuelle Studie räumt dieses Vorurteil aus und spricht damit auch für ein Teilhabegeld für Kinder und Jugendliche zur Vermeidung von Kinderarmut." Sehr lesenswert! Offensichtlich kommt das viele Geld bei den Kindern an und wird von den Eltern an den "richtigen", an den vorgesehenen Stellen ausgegeben.

Digitalisierung auf der didacta

"Das Ende der Kreidezeit?" fragt die Frankfurter Allgemeine und meint damit die Aufbruchsstimmung bei der Bildungsmesse didacta. Dabei wird das deutsche Klassenzimmer wie ein Relikt aus grauen Vorzeiten beschrieben und die Skepsis gegenüber digitalen Medien bei der Hälfte aller Lehrer_innen vermutet. Doch spätestens seit der Digitalisierungsoffensivre der Bundesregierung und durch den steten Ausbau digitaler Angebote durch die Schulbuchverlage wird deutlich, dass das Hinterherhinken im internationalen Vergleich nicht so schrecklich schlimm ist, wenn mit deutscher Gründlichkeit erst einmal alle Aspekte ausführlich durchdacht worden sind.

Australien als Vorreiter bei der MINT/MINKT-Bildung

In Australien, speziell in New South Wales, soll der Bildungssektor dabei helfen, die Voraussetzungen für den gewachsenen Bedarf an Technikern, IT Spezialisten und Naturwissenschaftlern zu schaffen. MINT als Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technologie wird nun durch "K" bereichert, K für Kunst. Wie passt denn das?

bildungsklick berichtet über Tendenzen bei der aktuellen didacta: "An der Paddington Public School beispielsweise, eine Grundschule im Bundesstaat New South Wales, ist „STEAM Learning“ seit 2017 Teil des Kerncurriculums. An der Schule wurde dafür unter anderem „Makerspaces“ eingerichtet, mit einer extra Lehrkraft, finanziert durch Fundraising. Dort können Schüler kreativ sein, Experimente durchführen und naturwissenschaftliche Zusammenhänge selbst entdecken. „Our vision is to support all students to become creative, collaborative, curious and critical learners who think deeply and actively engage in their own learning“, besc…

Die Grenzen der Toleranz: Über LGBT und Gleichstellung

Bild: Andrew Moffat, assistant head at Parkfield school, Birmingham, in 2016 after launching No Outsiders Photograph: David Sillitoe/for the Guardian 
Andrew Moffat ist ein mehrfach ausgezeichneter Lehrer in England. Seine Bemühungen umkreisen den Bereich der Gleichstellung aller Schüler, insbesondere dann, wenn es um sexuelle Normen geht. In seinem Unterricht widmet er einige Stunden pro Jahr dem Thema LGBT. Das ist eine Abkürzung aus dem englischen Sprachraum für Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender, also Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender.

Die Behandlung dieser Themen im Unterricht treffen jedoch auf erbitterten Widerstand bei zahlreichen Eltern, in der Mehrheit muslimischen Eltern. Über diese Auseinandersetzung berichtet The Guardian in der letzten Woche. So hat Frau Fatima Shah ihre zehnjährige Tochter eine Zeit lang aus der Schule genommen. Ihre Kinder würden über Homsexualität verwirrt. "Den Kindern wird gesagt, dass Schwulsein normal ist. Dabei sind 98% aller K…

Welchen Sinn haben Noten in der Schule?

Eigentlich sollen Schulnoten der Vergleichbarkeit dienen: Beurteilt werden die Leistungen eines*r Schüler*in gegenüber dem Klassendurchschnitt oder die Schulleistungen im individuellen Lernverlauf. Viele Menschen (vor allem Eltern?) sehen aber eine Beurteilung als eine subjektive Verurteilung und verlangen daher die Abschaffung von Schulnoten.

In Deutschland findet sich keine einheitliche Regelung. Das Beispiel Schleswig-Holstein zeigt, wie es hin und her gehen kann, je nach regierender Partei. Das Beispiel Hessen wird bei SPIEGEL online beleuchtet. Mindestens genau so interessant sind die angehängten Kommentare. Lesenswert!